4 spannende Händler, die online als Unternehmerinnen der Zukunft durchstarten wollen

Amazon unterstützt im Coaching-Programm „Unternehmerinnen der Zukunft“ Unternehmen beim Eintritt ins Online-Business. Aus dem Programm stellen wir euch vier Händler mit spannenden Produkten vor.

Unternehmerinnen der Zukunft ist nach dem letztjährigen„Unternehmen der Zukunft“ das zweite von Amazon initiierte Coaching-Programm. Das Förderprogramm wird in diesem Jahr geführt vom Verband Deutscher Unternehmerinnen, Global Digital Women und Amazon. 20 Geschäftsführerinnen und Inhaberinnen haben am Donnerstag den Aufbau ihres Online-Geschäfts gestartet. Erfahrene E-Commerce-Experten werden den Teilnehmern unentgeltlich sechs Monate lang als Mentor zur Seite stehen und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen Strategie und Umsetzung des neuen Geschäftszweiges entwickeln.

Wir haben aus den 20 Teilnehmern bei Unternehmerinnen der Zukunft vier besonders spannende Händler ausgewählt und mit den Unternehmerinnen über ihre Pläne für die kommende Online-Expansion gesprochen, und werden zukünftig über deren Fortschritte und Learnings im E-Commerce berichten.

Mixdeinbrot: Frisches, natürliches Brot zum Selberbacken

(Screenshot: Mixdeinbrot)

Ein leckeres Konzept für Hobbybäcker, die Null-Acht-Fünfzehn Backmischungen satt haben, bietet Mona Glock von Mixdeinbrot. Aus biologischem Anbau und alten Getreidesorten, sowohl helle als auch Vollkornmischungen verkauft Mixdeinbrot. Brotmischungen aus dem Handel sind meist einfallslos und stereotyp. Mixdeinbrot will das anders machen und bietet Brote in allen möglichen Geschmacksrichtungen an. Vollkorn, Paleo, Superfruit-Schnecken oder Cranberry-Dinkel-Brot.

Ursprünglich hatte Mixdeinbrot einen richtigen „Mixer“ auf seiner Website angeboten, der von Kunden aber nicht angenommen wurde. Verständlich, die geschmackliche Abstimmung von Getreide, Frucht und Gewürz fällt ungeübten Bäckern nicht leicht. Und gerade das macht den Geschmack aus.

Mixdeinbrot will seine Brotmischungen auch bei Amazon anbieten. Einen eigenen, erfolgreichen Onlineshop betreibt der Händler schon, jetzt folgt der Einstieg in den Marktplatz-Handel.

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Farmtex: Pack deine Heuballen ein!

(Foto: Farmtex)

Einer der ungewöhnlichsten Händler dürfte Farmtex sein. Ein kleiner Hersteller und Händler von Silofolien. Diese Agrarfolien sind für die mehr oder weniger dekorativen Heuballen verantwortlich, die auf großen Wiesen in Plastik verpackt herumliegen. Außerdem werden damit auch, wie der Name es schon verrät, Silos abgedeckt.

Farmtex liefert bisher überwiegend an Großverbraucher, beispielsweise an Landwirtschaftsgenossenschaften in Ostdeutschland, und an landwirtschaftliche Wiederverkäufer. Der direkte Verkauf an kleinere landwirtschaftliche Betriebe hat sich für Farmtex bisher nicht rentiert.

Im Rahmen der Online-Expansion will Farmtex zum einen den Vertrieb auf Endverbraucher im Süden erweitern, zum anderen aber auch den Privatkunden ansprechen. Für Teilzeitbauern, Hobbybauern oder Urban Gardener hat Geschäftsführerin Ina Spanier ein neues, zusätzliches Folien-Sortiment entworfen.

Lindauer: Aus den 50ern in die Gegenwart

(Screenshot: Lindauer.li)

Die Ludwig Lipp GmbH führt ein Einzelhandelsgeschäft in Lindau am Bodensee und beliefert als Großhändler auch Händler.

Vor rund zwei Jahrzehnten hat das Traditionsunternehmen Lindauer einige kleine Hersteller von exklusiven, klassischen Füllfederhaltern aufgekauft. So verfügt Lindauer neben Schreibwerkzeugen aus eigener Herstellung über einen ansehnlichen Bestand an Kolbenfüllern, Druckfederhaltern und Kugelschreibern aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Außerdem lässt Lindauer rund 400 verschiedene Lesebrillen-Modelle fertigen, die sowohl als fertige Lesehilfe als auch als Gestelle angeboten werden.

Lindauer will im Rahmen des Coaching-Programms eine Zielsetzung für die Online-Expansion herausarbeiten. Einen ersten Anhaltspunkt dafür könnte nach Meinung von Geschäftsführerin Lena Ellensohn das besondere Sortiment der Füllfederhalter liefern. Zwar sind die Jahrzehnte alten Produktionsstätten der ehemaligen Hersteller mittlerweile aufgelöst, doch zum einen dürften die Bestände der Originalwaren aus alten Zeiten noch lange anhalten, zum anderen plant Lindauer einen alten Füllfederhalter-Klassiker wieder neu aufzulegen.

Pau Pau: Noch nicht mal durchgestartet und schon Langnese geärgert

(Screenshot: Pau Pau)

Die kleine Eismanufaktur, die in Dresden auch ein liebevoll eingerichtetes Lokal führt, stellt natürliches Eis am Stiel oder im Becher her. Bunte, lebendige Eiskreationen mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Handgefertigt aus Produkten der Region, biologisch, ökologisch und gesund – denn Pau Pau setzt auf geringe Zuckeranteile.

Das kleine Unternehmen expandiert schon lokal in bemerkenswerter Form, die von Hand gefertigten Eissorten sind in Dutzenden Läden und bei Gastronomen in der Umgebung von Dresden zu finden. Die ersten Großabnehmer klopfen schon an, Dresdner und Leipziger Mensen wollen nach eine Testlauf jede Menge Eis von Pau Pau. Das Nachsehen hat der industrielle Großfertiger Langnese, der in den Mensen dann nicht mehr erhältlich ist.

Eine große Herausforderung ist neben dem schweisstreibenden, händischen Abfüllen der Eiscreme vor allem die Kühlkette der Lieferung. Mit Amazon wollte Pau Pau eigentlich auf Kekse setzen. Denn Vanessa und Armando haben auch Gebäck und Torten im Angebot.

Doch nach der Kickoff-Veranstaltung bildet sich ein anderer Plan. Die aufwendig hergestellte Eis-Basis, die für intensive Aromen lange Zubereitungszeiten hat, könnte für das Do-It-Yourself-Klientel pasteurisiert in Flaschen angeboten werden. Nach dem Einfrieren einfach in kleine Blöcke schneiden und in einer guten Küchenmaschine cremig rühren – Thermomix lässt grüßen.


Quelle: 4 spannende Händler, die online als Unternehmerinnen der Zukunft durchstarten wollen

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