Cambridge Analytica ging auch auf CDU zu

Cambridge Analytica hat sich auch der CDU vor dem Bundestagswahlkampf 2017 vorgestellt. Die Christ-Demokraten lehnten eine Zusammenarbeit ab. 

Im Bundestagswahlkampf haben auch deutsche Parteien gezielt Wähler im Netz und an den Haustüren kontaktiert – dabei aber nicht Methoden wie die der Firma Cambridge Analytica genutzt. Weder SPD noch FDP, Linke oder Grüne hatten Kontakt zu dem Unternehmen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Parteien ergab, die CDU hatte an einer angebotenen Zusammenarbeit kein Interesse. Von der AfD lagen am Donnerstag zunächst keine Antworten vor.

Deutsche Parteien arbeiten nicht mit Cambridge Analytica zusammen

Aus der CDU-Zentrale hieß es, die Firma habe sich vor dem Bundestagswahlkampf wie andere auch vorgestellt, die Partei habe aber „zu keinem Zeitpunkt Interesse“ an den Leistungen gehabt. Der SPD-Parteivorstand habe im Bereich Social-Media-Targeting mit einem deutschen Dienstleister zusammengearbeitet, sagte ein Sprecher der Sozialdemokraten. Für den Haustürwahlkampf habe die SPD Daten aus eigenen Umfragen und öffentlich zugängliche Daten verwendet. Informationen, die Wahlkämpfer an der Tür erhielten, seien nie personenbezogen ausgewertet worden.

Die FDP sei eine „Datenschutzpartei“ und verzichte auf personenbezogenes Micro-Targeting, hieß es bei den Freidemokraten. Zielgruppen seien im Wahlkampf „nur auf der Basis aggregierter und anonymisierter Daten“ ermittelt worden. Über den Haustürwahlkampf hätten die Wahlkreiskandidaten vor Ort entschieden. Auch die Linke hat nach eigenen Angaben keine externen Dienstleister kontaktiert oder beauftragt. „Uns ist der Datenschutz sehr wichtig, deshalb nutzen wir keine externen Daten und auch nicht alle Möglichkeiten, die Facebook zur Verfügung stellt“, sagte ein Sprecher. Die Partei verzichte zum Beispiel auf den Einsatz der Funktion „Custom Audiences“, bei dem bestimmte Nutzergruppen gezielt angesprochen werden.

Die Grünen hätten ebenfalls keine externen Dienstleister kontaktiert, sagte ein Sprecher. Die Partei hat im Wahlkampf in sozialen Netzwerken gezielt Wählergruppen angesprochen – aber „datenschutzkonform“, wie er betonte. Die Grünen habe keine Datensätze oder Profile gekauft oder miteinander verknüpft und ihre Methoden immer offengelegt. Für den Haustür-Wahlkampf hätten die letzten Wahlergebnisse ohne personenbezogene Daten die Basis geliefert. / dpa

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Quelle: Cambridge Analytica ging auch auf CDU zu

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