Das Ende des Goldrauschs: Neue Chancen für Krypto-Tokens im regulierten Umfeld

Das Krypto-Jahr 2017 glich einer Achterbahnfahrt für alle Beteiligten. Welche Chancen und Herausforderungen sich jetzt für Unternehmen und Banken ergeben, erklärt Martin Fabini vom Schweizer IT-Dienstleister ti&m.

Von der Kryptowährung bis zur Token-Wirtschaft
(Foto: Shutterstock)

Bitcoin, Ether, Litecoin, Ripple: Verschiedene Blockchain-basierte Kryptowährungen bestimmen derzeit die Wirtschaftsnachrichten. Die Meldungen von traumhaften Kursgewinnen und ebenso alptraumhaften Abstürzen unterhalten das interessierte Publikum und schütteln die mutigen Abenteurer durch, die sich auf das virtuelle Parkett gewagt haben. Ein wenig erinnern diese Geschichten an den großen Klondike-Goldrausch: Jeden Tag brachte er neue Millionäre hervor – doch denen war das Glück meist nicht lange hold: Nicht selten traf man sie kurz darauf wieder in Lumpen gehüllt auf ihrem Claim, weil ihnen das schöne Gold von ein paar dunklen Gestalten wieder abgenommen worden war.

Das Vertrauen ins Finanzsystem stand auf dem Spiel

Über den Autor

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Martin Fabini studierte Mathematik an der Universität Göttingen und ist seit mehr als 20 Jahren in der IT tätig. Bei ti&m ist er als CTO dafür zuständig, die Kunden der ti&m an neue Business-Cases auf Basis neuer Technologien heranzuführen.

Die Wucht dieser Entwicklung hat viele Beobachter überrascht – die Blockchain-Technologie und die darauf kreierten Tokens scheinen jetzt für viele Finanzabenteurer das allein seligmachende Allheilmittel zu sein. Das Wirtschaftsvolumen rund um Ethereum und Bitcoin hat sich scheinbar völlig losgelöst von den üblichen Finanzakteuren wie Banken und Regulierungsstellen entwickelt. Banken haben keinen Einblick darin, was ihre Kunden in den letzten Monaten auf dem Krypto-Parkett getrieben haben. Sie haben Trends wie ICO (Initial Coin Offerings) oder TGE (Token Generating Events) verpasst – diese neuen Finanzierungsformen waren aus der Sicht traditioneller Bankhäuser grundsätzlich illegal, dementsprechend wurden sie von ihnen weitestgehend ignoriert.

Dafür betraten neue Akteure den Markt: Kryptobanken wie Coinbase oder Wechselstuben wie Bitfinex, Etoro, Kraken und viele andere verschafften dem Markt auf völlig unkontrollierte und unregulierte Weise Liquidität. Doch dieser Markt ist eben kein Hinterhof in der Nachbarschaft – es ist das internationale Finanzsystem, das sich hier in seinen Grundfesten und seiner Glaubwürdigkeit bedroht sieht.

Krypto-Regulierung: Der Wind dreht sich

Und so begannen die Finanzkontrolleure in allen Teilen der Welt – in Asien und den USA, in Europa und speziell in der Schweiz –, die Lage intensiv zu beobachten und regulatorische Maßnahmen zu ergreifen.

Die Aufseher sind dabei von unterschiedlichen Motiven geleitet. Ein Blick in die Schweiz gibt aber sicher Aufschluss über notwendige Maßnahmen im Sinne eines umfassenden Investorenschutzes: Der Fokus liegt hier auf einer strengen Kategorisierung der Typologie und rechtlichen Tragweite von Tokens. Reine Utility-Tokens, die dem Benutzer lediglich das Recht geben, eine Dienstleistung zu nutzen, sind regulatorisch anders zu bewerten als solche, die Anteile an der Firma selbst oder an Firmenwerten darstellen.

Im Zuge dieser Maßnahmen werden auch die klassischen Finanzakteure und Banken grünes Licht bekommen, den Markt zu betreten und neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen. Insbesondere können sie ihren Kunden die stark nachgefragten Dienstleistungen im Umfeld von Kryptowährungen anbieten. Kurz gesagt: Es wird eine stärkere Regulierung geben, die mehr Hindernisse für Betrüger und mehr Möglichkeiten für Wirtschaftsakteure schafft, die nach technologischer Effizienz streben. 2018 wird von der Suche nach der entscheidenden App geprägt sein, die die Blockchain-Technologie in den Mainstream überführt.

Time to Market – um jeden Preis?

Doch wie sollten Unternehmen diesen neu entstehenden Markt adressieren – genauso wie das klassische Geschäft? Die einstigen Wahrheiten gelten nicht länger für die Blockchain-Technologie, Prozesse und Technologien entwickeln sich rasant weiter. Die Nutzung von Cloud-Services verkürzt die Entwicklungszeit durch massive Wiederverwendung. Andererseits stellt das Gebiet rund um die Blockchain ein technisches Neuland dar: Die Services werden gerade mit viel Elan entwickelt, der Maturitätsgrad ist aber längst nicht immer schon für geschäftskritische Prozesse geeignet. Eine zu schnelle und zu wenig getestete Lösung birgt schwer zu übersehende Investitions- und Reputationsrisiken.

Begleitung und Unterstützung beim Schritt in die Blockchain

ti&m unterstützt Unternehmen vom ersten Schritt bis zum tatsächlichen Einsatz der eigenen Blockchain-Lösung. Angefangen bei der Erarbeitung des spezifischen Business Cases über die schnelle Entwicklung eines ersten MVP (Minimum Viable Product) bis zum Vollausbau und anschliessenden Betrieb der Lösung, hat ti&m das Wissen, die Erfahrung und die Methoden, um die Unternehmen erfolgreich zu machen.

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Quelle: Das Ende des Goldrauschs: Neue Chancen für Krypto-Tokens im regulierten Umfeld

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